
Cohiba Maduro 5 in den Regalen
Am 21. Juni organisierte der Schweizer Habanos-Importeur Intertabak AG die Weltpremiere für die neue Cohiba 5 Maduro in Zürich. Zwei Wochen später war der britische Importeur Hunters & Frankau an der Reihe (Bericht sh. Event-Rückblick). Die deutsche 5th Avenue verzichtete auf eine große Party und lancierte sie auf die sanfte Art. Die lange ersehnten Zigarren liegen also endlich in den Regalen der Händler … sollte man meinen, denn in den meisten Fachgeschäften war der Run auf die neue Linie etwa vergleichbar mit dem auf Apples iPhone oder auf den jüngsten Band von Harry Potter. Wer heute Cohiba Maduros sucht, muss schon Geduld aufbringen. Viele Fachhändler zucken bei der Nachfrage mit den Achseln. Auf den meisten Internetseiten der Versandhändler prangt in großen Lettern „Out of Stock“.
Fulminante Premiere An der Präsentation der Intertabak AG in Zürich nahmen 150 ausgesuchte Gäste teil. Als Kooperationspartner traten Pernod Riccard (Havana Club), Cuervo y Sobrinos und Jaguar in Erscheinung. Unter den Gästen: Sra. Ana María Rovira, Botschafterin Kubas in der Schweiz, Sr. José Francisco Chao, Konsul der Republik Kuba, Sr. Raúl Valladares Díaz, der bei Tabacuba für die landesweite Deckblattproduktion und Kontrolle zuständig ist und maßgeblich an der Entwicklung der Capa Maduro beteiligt war, sowie die Verwaltungsräte der Intertabak AG Louis-Charles Lévy und Dieter Weber. Und last but not least natürlich der Geschäftsführer der Intertabak, Urs Tanner.
Urs Tanner: 40 Jahre im Zigarrengeschäft
Die Schweiz ist eines der kultiviertesten Zigarrenländer der Welt und einer der wichtigsten Märkte für kubanische Zigarren. Urs Tanner, CEO des Habanos-Importeurs Intertabak AG, zieht seit 40 Jahren die Fäden im schweizerischen Zigarrenbusiness.
ECCJ: Europa gilt als größter Absatzmarkt für kubanische Zigarren. Was einzelne Länder betrifft, ist Spanien der wichtigste Absatzmarkt weltweit – mit rund 30 Prozent Umsatzanteil. Dahinter folgen Frankreich, Deutschland und die Schweiz. Herr Tanner, Sie gelten seit 40 Jahren als einer der profundesten Kenner der Zigarrenlandschaft. Wie kam es zur Gründung der Intertabak AG in Münchenstein bei Basel? Tanner: Basel war immer schon das Zentrum der Schweiz für den Tabakhandel, weil der Handelsverkehr vor 1900 per Schiff abgewickelt wurde. Da bot sich Basel an. Intertabak ist 1995 aus der Weitnauer Tabak AG entstanden, die ihrerseits bis zum Jahr 1865 zurück reicht. Heinrich Villiger und Raphael Levy haben Intertabak AG gemeinsam mit den Kubanern gegründet. Seit damals bin ich hier Geschäftsführer.
ECCJ: Wie groß ist das Unternehmen? Tanner: Wir beschäftigen rund 30 Mitarbeiter und betreiben zwei Fachgeschäfte in Basel. Eines davon wurde zur Casa del Habano Basel umgestaltet. Und schließlich haben wir im heurigen Frühjahr auch die Casa in Bern eröffnet.
ECCJ: Die neue Casa in Bern erinnert irgendwie an jenes Geschäft, das es früher in Genf gab … Tanner: Das verwundert nicht, schließlich ist es die originale Einrichtung der früheren Casa Genf, die als Filiale von Küttel Tobacco Bern geführt und von einem Möbelbauer in Florenz in schöns-tem Rosenholz mit Intarsien gebaut wurde. Wir haben damit die Casa in Bern eingerichtet. Durch den Umbau des Bahnhofs Bern musste die Küttel Tobacco in der Chistoffelunterführung nach 40 Jahren ausziehen. Aus dem Traditionsgeschäft wurde nun die neue Casa.
ECCJ: In Genf gibt es aber nach wie vor eine Casa del Habano? Tanner: Ja, allerdings an einem anderen Standort an der Rue du Rhône, also im ehemaligen Geschäft von Spring Cigars.
ECCJ: Zusammen mit der Casa in Zürich gibt es also vier dieser Flagship-Stores in der Schweiz. Tanner: Richtig. Und unser Ziel ist es, bis Ende 2008 noch zwei weitere Casas in der Schweiz zu eröffnen. Wir suchen dazu je einen Betreiber im Tessin und einen im Großraum Lausanne.
ECCJ: Danke für das Gespräch.
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