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Italienische Zigarrenkultur

Text: Colin C. Ganley / Fotos: Colin C. Ganley

Der Club AmiCigar in Neapel veranstaltete ein Event, welches zeigte, wie ernst italienische Passio-nados es mit ihren Zigarren meinen. Der AMICIgar Day III fand im 5-Sterne-Hotel Caruso in Ravello an der Amalfiküste statt.

Italien ist bekannt für seine Kochkunst, die Weine und seine Feinschmeckerkultur, aber in Sachen Zigarren war Italien nie führend. Das soll sich ändern. Inzwischen gibt es mindestens 26 ernstzunehmende Zigarrenclubs im ganzen Land. Deborah Zulueta von der Partagás-Fabrik in Kuba meinte dazu: „Ein Italiener raucht eine Zigarre, zwei Italiener sprechen über Zigarren, drei eröffnen einen Club.“
Die Gäste kamen aus Großbritannien, Irland, Frankreich, Schweden und sogar aus der Karibik zum AmiCigar Day III. Die Veranstaltung begann verwegen: „Frühankömmlinge“ trafen sich im Zentrum Neapels zur traditionellen Pizza mit Weinen aus der Region und einer Hoyo de Monterrey Edicion Limitada 2003 Piramides. Gastfreundschaft wurde zelebriert, während sich die Teilnehmer ein Vergnügen daraus machten, erlesene Zigarren auszutauschen. Gereifte Saint Luis Reys und Ediciones Limitadas der Marke Cohiba flossen gleich reichlich wie der Wein.
Der Tag der Veranstaltung begann mit einem perfekt abgestimmten Mittagessen, das die Teilnehmer für einen ganzen Tag ausgefüllt mit Zigarrentastings stärken sollte. Die Vintage Zigarre ist eine ernstzunehmende Leidenschaft italienischer Zigarren-Connoisseure. Um den Vintagehunger zu stillen, fand als erstes Event des Tages eine Verkostung der Montecristo No. 4 vom Juli 1989 statt. Die zwei Jahrzehnte alte Zigarre wurde gemeinsam mit einem Perrier Jouet Grand Brut aus dem Jahr 1998 gereicht. ‚Special Guest‘ Simon Chase führte die Verkostung gemeinsam mit Alex Iapichino, Connoisseur aus aus Großbritannien, und mit Gino Iannillo, Präsident des Hirpus Cigar Club. Einige der anwesenden Gäste besitzen Zigarrenkollektionen, die ganze Räume füllen und in ihrem Herstellungsdatum sich über das ganze Jahrhundert erstrecken. Die Teilnehmer brachten ihr Fachwissen zur gereiften Montecristo derart stark ein, dass ein ein wahrer Wissensschatz durch den Raum wirbelte.

Ein Gala Dinner ‚spettacolare‘
Cocktails, Fenchelcarpaccio, Seebarschravioli, Rum, Gemüse der Saison, Schokolade und Kaffee wurden ‚al fresco‘ gereicht, um die Markteinführung der „Montecristo Open“ in Italien zu feiern. Wie es für das Hotel Caruso zu erwarten ist, wurde das Essen mit Perfektion zubereitet und mit den besten italienischen und französischen Weinen kredenzt. Alles an der Veranstaltung war erstklassig. Für jene, die über das ganze Wochenende blieben, wurde eine Reise entlang der Küste organisiert. Auf der ganztägigen Fahrt wurden Amalfis Häfen zum Einkaufen, Mittagessen, Besichtigen und Rauchen besucht. Im Hafen wurden Limoncello und Espresso getrunken, während an Bord Perrier Jouet weiter in Strömen floss.

Italienische Zigarrenclubs
Mitglieder diverser Zigarrenclubs kamen aus Rom, Alto Salento und aus anderen Orten Italiens. Diadema, der italienische Importeur von Habanos, unterstützte die Veranstaltung und Präsident Andrea Vincenzi nahm ebenfalls an der Veranstaltung teil. Das gut besuchte Event wurde von der Cigar Club Association of Italy (CCA) gesponsort; dieser Interessensverband möchte vor allem den Informationsfluss zum Thema Zigarre stärken und nutzbar machen. Italien hat sich dank Diadema, diesen Clubs und ihren leidenschaftlichen Mitgliedern, zu einem Land entwickelt, das Zigarren liebt. Kameradschaftsgeist, Austausch und die Leidenschaft für Habanos machen diese Clubs zu den Besten der Welt.  

 
   
 





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