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Österreichs Trafikanten machen gegen EU mobil

Aktionstage zeigen Folgen der geplanten EU-Richtlinie für Raucher auf und mobilisieren auch Nichtraucher.

Am 19. und 20. November protestieren Trafikanten in Österreich gemeinsam mit 4000 deutschen Kollegen gegen drohende neue EU-Richtlinie. Dem Kunden werden die Auswirkungen der neuen Verordnungen im wahrsten Sinne des Wortes vor Augen geführt. Im Gegensatz zum gewohnt farbenfrohen Erscheinungsbild einer Trafik stehen die Kunden an diesen Tagen vor verhängten Regalen, leeren Auslagen und weißen Zigaretten-Packungen. Damit soll Bewusstsein geschaffen werden, dass die Regulierungswut der EU bis in die Eigenverantwortung der Bürger vordringt. Gegen diese Bevormundung sollen Raucher wie Nichtraucher mobilisiert werden. Bis 17. Dezember 2010 führt die EU-Kommission eine in Juristen-Englisch gehaltene Internet-Umfrage über noch strengere Regulierungen von Tabakprodukten durch. Die Vorschläge reichen von weißen Einheitspackungen, die nur mehr unter dem Ladentisch verkauft werden dürfen, über Einheitsgeschmack bis hin zur Verbannung von Zigaretten- Automaten. Die Entscheidungsfreiheit für ein legales Produkt wird damit weiter eingeschränkt. Diese Bevormundung soll erstmals auch Nicht-Tabak-Produkte, wie Kräuterzigaretten oder Nikotindrinks, betreffen. Um auf diese Umstände aufmerksam zu machen, setzen etwa 12.000 Trafiken in Österreich und Deutschland, die geplante EU-Richtlinie für zwei Tage in ihren Geschäften um. Ziel ist es, den Konsumenten die drohenden Folgen direkt vor Augen zu führen. Außerdem werden weitere Auswirkungen erklärt. Durch ein Verbot von Marken ist die Zunahme von minderwertiger Schmuggelware und Fälschungen zu erwarten. In den Trafiken liegen Unterschriftenlisten bereit, damit Kunden Ihren Unmut sofort ausdrücken können. „Mit unseren Aktionstagen wenden wir uns auch an die Nichtraucher!“, sagt Klaus W. Fischer, Präsident des Verbandes der Cigarren- und Pfeifenhändler Österreichs (VCPÖ). „Wir wollen aufzeigen, dass es in der EU starke Tendenzen zur Bevormundung gibt. Ähnliche Maßnahmen sind auch für andere Produkte, wie Wein, Bier, Süßigkeiten und Limonaden angedacht.“

 

 
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